Ist es ratsam ein Baby zu pucken?

Posted By on 18. Februar 2016

Zuallererst möchte ich für alle, die mit dem Begriff  „Pucken“ nichts anzufangen wissen, kurz erklären, was Pucken bedeutet.
Unter Pucken versteht man die Art und Weise des Einwickelns eines Babys in der Decke. Beim Pucken wird das Baby besonders fest in die Decke gehüllt, sodass es kaum Bewegungsfreiheit hat.
Diese Art des Wickelns hat sich in der letzten Zeit wieder stärker verbreitet und findet Anhänger unter vielen Eltern, die sogar darauf schwören.

Was hat Pucken für einen Hintergrund?

gepucktes baby

gepucktes Baby – ©famveldman – 123RF

Mit dem Pucken, also dem festen Einwickeln des Babykörpers in der Decke, will man das Baby auf keinen Fall ärgern – im Gegenteil – es soll der Sicherheit und der Geborgenheit dienen. Durch das Fixieren von Armen und Beinen soll zum einen verhindert werden, dass das Baby sich besser entspannen kann und somit ruhiger schläft.
Der angeborene Moro-Reflex führt oftmals dazu, dass das Baby aus der Ruhephase gerissen wird. Durch den Moro-Reflex kommt es dazu, dass z.B. bei lauten Geräuschen das Baby blitzschnell die Ärmchen und Beinchen ausbreitet und dadurch unsanft aus dem Schlaf gerissen wird.
Ein weiterer Grund für das Pucken ist der, das sich das Baby auch nach der Geburt noch ebenso geborgen fühlen soll, wie im engen Mutterleib.
Das ist ein Grund, der jedem einleuchtet und daher für das Pucken des Babys spricht.
Doch Vorsicht, richtiges Pucken will gerlernt sein.

Was ist beim Pucken zu beachten?

Wer sein Baby pucken möchte, sollte sich eine Anleitung zum Beispiel bei der Mütterberatung einholen. Auch der Kinderarzt wird sicher dazu ein paar Tricks und Kniffe zeigen.
Wichtig ist auf jeden Fall, dass das Baby nicht zu eng gewickelt wird. Durch ein zu festes Wickeln kann nicht nur die Atmung beeinträchtigt werden, sondern es kann sogar zu Fehlstellungen der Gliedmassen, insbesondere der Hüfte führen.
Weiterhin wäre zu beachten, dass es in der Decke nie zu einem Hitzstau kommen darf. Eine dicke Decke oder ein warmes Tuch kann gerade im Sommer bei höheren Temperaturen zu einer Überhitzung des kleinen Körpers führen.
Deshalb ist es überaus wichtig, ein der Aussentemperatur entsprechendes Pucktuch zu verwenden. Bei uns im Shop finden Sie solch ein spezielles Pucktuch von ZEWI bébé-jou. Es besteht aus atmungsaktiver Baumwolle und ist in sieben ZEWI bébé-jou Dessins erhältlich.

Alternative zum Pucken

Wenn Sie das Pucken bei Ihrem Baby ausprobieren möchten, dann beachten Sie bitte die oben genannten Hinweise. Es kann auch sein, dass Ihr Baby dieses straffe Wickeln gar nicht mag, sondern lieber seine neue Bewegungsfreiheit geniessen möchte. Dann sollten Sie Ihrem Baby den Gefallen tun und das Pucken unterlassen.
Alternativen zum Pucken sind zum Beispiel ein Pucksack mit mehr Bewegungsfreiheit oder der Transport Ihres Babys in einem Tragetuch. Um Ihrem Kind eine gewisse räumliche Enge zu gewähren, eignen sich auch die Babyhängematte oder die klassische Babywiege.
Ihr Baby wird die sanften Schaukelbewegungen geniessen und es an die behütete Zeit im Mutterleib erinnern.

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